Herstellung der Ñandutí

Auf einen, in einem Rahmen auf gespannten Stoff (Foto 1) wird das Design aus Kreisen, Ringen oder Bändern aufgezeichnet. Um genauere Formen zu erhalten, kann man das Gebilde mit Zirkel und Lineal auf einem Papier konstruieren, das dann dem Stoff hinterlegt wird. Anschliessend werden die Fäden analog einem Zettel aufgespannt (Foto 2). Bei aneinanderliegenden Formen wählt man den Stich so, dass die Fäden maschenartig ineinandergreifen (Foto 3).

Nach dem Aufspannen wird erst ein Zentrum gebildet, dann wird eine erste Runde (oder zwei) mit Knopflochstichen, dem sogenannten punto filete, in einem Abstand, der etwa einem Drittel des Radius entspricht, geknüpft. Anschliessend werden mit Knopflochstichen und gewobenen Flächen (punto tejido) die Muster gebildet (Foto 3 und 4). Der Abschluss wird wiederum durch ein oder zwei Runden punto filete gebildet. Vor dem Herauslösen wird das Gewebe gestärkt, dann wird der Stoff von der Rückseite her weggeschnitten.